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Equal Pay Day

Fair ist, wenn Gleiches gleich bewertet wird – das gilt auch und vor allem für die Entlohnung von Arbeit. Der Equal Pay Day symbolisiert die geschlechterspezifische Lohnlücke und stellt somit den Tag dar, bis zu dem Frauen unentgeltlich arbeiten würden, während Männer schon seit dem 1. Januar bezahlt werden.

 

Der Gender Pay Gap (GPG) beschreibt die geschlechtsspezifische Lohnlücke: den prozentualen Unterschied durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen. Das Statistische Bundesamt berechnete, dass der Bruttostundenlohn der Frauen im Jahr 2017 12.59 Euro betrug, während Männer auf 21 Euro kamen. Damit liegt die Lohnlücke in Deutschland bei 21 Prozent.

 

Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Kalendertage, die Frauen 2019 umsonst arbeiten. Berücksichtigt man jedoch, dass Frauen öfter teilzeitbeschäftigt, seltener in Führungspositionen vertreten und häufiger in sozialen Berufen tätig sind, beträgt die Differenz laut Statistischem Bundesamt etwa 7% (sogenannte bereinigte Entgeltlücke).

 

Entgelttransparenzgesetz

Seit dem 6. Januar gilt für Beschäftigte in Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern ein individueller Auskunftsanspruch. Dieser ermöglicht es darüber Auskunft zu erhalten, wie Kollegen mit ähnlichen Tätigkeiten bezahlt werden. Das Ziel dieses Gesetzes ist es, die Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern im Sinne von „gleicher Lohn für gleiche oder gelichwertige Arbeit“ durchzusetzen.

Die Auskunft erstreckt sich auf den durchschnittlichen Bruttoverdienst sowie bis zu zwei weitere statistische Entgeltbestandteile, wie beispielweise Dienstwagen oder Smartphones. Im Falle dessen, dass ein Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot vorliegt, können die betroffenen Beschäftigten verlangen, die gleiche Bezahlung wie ihre besser verdienenden KollegInnen zu erhalten.

 

Ziel des Equal Pay Day in Deutschland ist es, über den Gender Pay Gap und dessen Ursachen aufzuklären und Aktionspartner zu mobilisieren, um damit langfristig die geschlechtsspezifische Entgeltungleichheit abzubauen

 

Lohngerechtigkeit ist möglich, wenn wir bei der Bewertung von Arbeit die gleichen Maßstäbe ansetzen - für Mann und Frau!