LSBT*I-Flüchtlinge erhalten weitere Förderung

Die rot-grüne Koalition will das Beratungsangebot für homo-, bi-, trans- und intersexuelle Flüchtlinge stärken. Über einen entsprechenden Antrag beschließt heute die Bürgerschaft. Flüchtlinge sollen bereits im Rahmen der Erstinformation auf die vorhandenen Beratungsstellen hingewiesen werden. Darüber hinaus sollen die Unterbringungsbedingungen dieser speziellen Gruppe, insbesondere in Hinblick auf ihre besonderen Schutzbedürfnisse, überprüft werden.

 

Dazu Annkathrin Kammeyer, Fachsprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion für die Belange von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen: "Geflüchtete, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Identität besonderer Ausgrenzung und Verfolgung ausgesetzt sind, werden auch regelmäßig Opfer von physischer und psychischer Gewalt. Wir möchten ihrem besonderen Schutzbedürfnis Rechnung tragen und statten daher unsere bereits vorhandenen Beratungsstellen mit zusätzlichen Mitteln aus, damit sie für die Betreuung von Geflüchteten gerüstet sind."

 

Dazu Farid Müller, Sprecher für Lesben/Schwule & Queers und Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen Bürgerschaftsfraktion: "Lesben, Schwule und Transgender, die teilweise vor dem IS, den Taliban oder den iranischen Revolutionswächtern fliehen, wollen wir Grüne in Hamburg besonders helfen. Dafür erhalten die Beratungsstellen zusätzliche Mittel, und eine Internetplattform soll ihnen in ihren Sprachen den Weg weisen."